The Spirit of Money

Geldpunkte im Bewusstsein


Eine erstaunliche Betrachtung von Karl Gamper

...

Es war Anfang der 90er, als ich Dudley Lynch in Frankfurt begegnete. Er war damals schon ein sehr bekannter Mann, der sich einen internationalen Namen gemacht hat mit „Brain Technologies" und „DelphinDenken".

Für mich besteht der eigentliche Verdienst von Dudley und dessen Partner Paul Kordis darin, die bahnbrechenden Einsichten des amerikanischen Universitäts-Professors Clare W. Graves einer breiten Oeffentlichkeit bekannt und zugaenglich und vor allem anwendbar gemacht zu haben. Lasst mich einen Moment bei Graves verweilen. Professor Graves gehoerte zur allerersten Garnitur der amerikanischen Psychologie-Szene. Zu seinen Freunden zaehlten Groessen wie Abraham Maslow und Timothy Leary. Graves nützte den Einfluss und die weltweiten Verbindungen seines Lehrstuhls, um global 20 Jahre lang in einer Art gigantischer Inventur Glaubenssysteme zu sammeln, zusammenzufassen und zu katalogisieren. Dadurch entstand ein Modell, das eine faszinierende Evolution des Denkens deutlich machte und die dynamische Psychologie eines neuen, erwachenden menschlichen Wesens erstmals offenbarte.

 

Grave war somit ein Pionier, der einen bis dahin nicht dagewesenen Sprung in eine neue Dimension menschlicher Wirklichkeit entdeckte. Diese hat sich ausgedrückt und offenbart durch jene Menschen, die in den spaeten 70er, 80er und 90er Jahren ihre Orientierung nach innen verlagerten und sich zunehmend für die Kraft der Gedanken, die Struktur unseres Bewusstseins, die Qualitaet unseres Fühlens, für andere Wirklichkeiten, für Esoterik und Grenzwissenschaften, spaeter für Chaos-Forschung und Systemtheorie, Quantenmechanik und Aehnliches interessierten. Was heute als „Bewusstseins-Revolution" breit diskutiert wird, wurde damals als neues Phaenomen erstmals sichtbar.

Ich schreibe das alles, um den Kern meiner Überlegungen vorzubereiten und deutlich zu machen. Und was ist dieser Kern? „Spirit of money" ist ohne ein Verstaendnis von Bewusstsein und die Auswirkungen von „belief-systems" weder zu verstehen - noch sind wirkliche Aenderungen moeglich.

Was geschah also weltweit im vergangenen Jahrzehnt? Es gab einen radikalen Sprung, einen diametralen Wechsel in der Konstruktion von Wirklichkeit und im Verstaendnis von Bewusstsein bei Millionen von Menschen. Es entstand ein „neues Gehirn", welches einerseits Verstaendnis und Liebe für komplexe Vorgaenge kennt, Hintergründe sieht, Ahnungen zulaesst, die Welt potentiell als liebevollen Ort begreift und - anderseits - das Universum als eine Staette der Fülle anstatt eine des Mangels begreift. Wir entdecken den Kreator, den Schoepfer in uns - und loesen die Illusion der Getrenntheit von Schoepfung, Schoepfer und Geschoepf.

Tatsaechlich ist der Beginn eines spirituellen Bewusstseins weltweit zu beobachten. Etwas vollkommen Neues entstand und entsteht. „One world" wurde geboren. Menschen wissen, dass alles miteinander verbunden, verwoben, verflochten, vernetzt ist; dass Eines das Andere bedingt und dass Ursache und Wirkung ein mentales Konstruktions-Modell sind. In Wirklichkeit scheint das gesamte Universum Ursache für das kleinste Detail zu sein und vieles andere mehr.

Ein „zweites Wunder des Bewusstseins" erlebt ein zartes Erblühen. Menschen, die eine Erfahrung der grenzenlosen Fülle und Liebe unseres inneren Universums machen durften, koennen nicht weiterhin Sklaven eines psychologischen Mangels bleiben. Anders gesagt: All diese Menschen sprangen symbolisch über einen Jahrtausende alten Graben; eine Kluft verschwindet, die Illusion des Getrennt-Seins verglüht.

Als dieses Phaenomen erstmals gesellschaftlich relevant wurde, sprachen wir vom „New Age", von einer neuen Zeit, einem neuen Zeitalter - dem Wassermann-Zeitalter. Und dieses „New Age" bekam in den 90ern die Man-Power der Spitzenwissenschaft, vor allem der Quantenmechanik.

Ich moechte sicher sein, meinen Lesern diesen radikalen Sprung wirklich zu vermitteln. Denn was geschah, war nicht einfach eine VerAenderung der Perspektive, sondern die Oeffnung einer bisher unbekannten Dimension. Aus einem Universum des Mangels wurde (in unserem Bewusstsein) ein Universum der Fülle; aus einem Leben des Kampfes und des Widerstandes wurde für viele ein Leben des Fliessens und des Zulassens; wenngleich nicht immer real, so doch zumindest als Moeglichkeit und Vision. Das Universum wurde zu unserer Heimstaette, zum naehrenden Garten - und auf einer tiefen Ebene sind viele von uns in einer kooperativen, vernetzten, einander unterstützenden Existenz angekommen. Viele erkannten: Es gibt nur ein einziges Leben und dieses ist ewig. Und das Paradox der Ewigkeit heisst Hier und Jetzt.

 Ihr fragt euch jetzt, was denn all das mit dem Thema Geld und Wirtschaft zu tun hat?

 Ich denke, dass wir diese Hintergründe verstehen müssen, um eine neue Oekonomie zu kreieren und das Spiel von Geld auch als Bewusstseins-Phaenomen zu verstehen.

Lasst mich noch einmal auf Dudley Lynch zurückkommen. Dudley hat auf der Basis der Forschungen von Graves die „Menschen des Mangels" in zwei Kategorien aufgeteilt. Er verwendete dazu Symbole aus der Tierwelt, naemlich den Karpfen und den Hai. Ich schildere hier in aller Kürze die hauptsaechlichen „belief-systems" der Karpfen und der Haie - sowie die beiden Kategorien der Fülle, naemlich den PEK und den Delphin.
Ziel ist, dich als Delphin zu erfinden.

 

DER KARPFEN

Der menschliche Karpfen glaubt an Mangel. Mangel ist das eigentliche Axiom - also die nicht weiter hinterfragte Grundvoraussetzung. Von da geht alles aus; von dieser Denkhaltung aus beginnt die Reise.

Der Karpfen glaubt an Mangel. Und er glaubt nicht daran, dass er oder irgend ein Anderer ein Spiel gewinnen kann. Da er das glaubt, bedroht einen Karpfen nichts mehr, als die Moeglichkeit des Überflusses. Und nichts macht ihn wütender. Der Glaube des Karpfens an Grenzen ist fast hypnotisch.

Der Karpfen bewohnt in der Ecke seines Lebens die Zone des Opfers. Hier finden wir alle nur moeglichen Formen von „Co-Abhaengigkeit". Mit-Abhaengige verbringen den groessten Teil ihrer Zeit damit, die Bedürfnisse anderer zu verstehen und sie wollen auf subtile Art das tun, was andere von ihnen wollen. Sie sind scharfsinnige Beobachter. Sie wissen intuitiv, welche Reaktionen in den meisten Situationen erforderlich sind, und sie liefern sie!

Ihr Eindrucks-Management verschleiert eine weitreichende Unehrlichkeit, die von anderen Menschen als Nettigkeit, Rechtschaffenheit und als eine unbegrenzte Kapazitaet für Verstaendnis und Zuhoeren erlebt wird. Karpfen drücken sich selten direkt aus und sagen klar, was sie wollen. Sie sind Experten der Ungenauigkeit, der Manipulation, der Gerüchte und des Klatsches.

Mit einem Karpfen im Team wird es schwierig zu gewinnen. Denn Karpfen koennen nicht daran glauben, dass es moeglich ist, ein Spiel zu gewinnen. Und da sie das glauben, hindern sie andere daran zu gewinnen; machen nichts zu Ende; spielen den netten Burschen/das liebe Maedchen und: werden zum Problem.

Karpfen schwimmen typischerweise im Feld von Nachgeben und Aussteigen.

 

DER HAI

Der menschliche Hai glaubt zutiefst an Mangel. Und wegen dieses Glaubens ist er/sie darauf fixiert, um jeden nur erdenklichen Preis zu gewinnen. Haie meinen, es müsse immer Verlierer und Gewinner geben - und Haie wollen unter allen Umstaenden zu den Gewinnern zaehlen. Dieser Gewinn ist zwanghaft und nicht frei gewaehlt. Diese Gewinn-Sucht kommt aus der Energie des Mangels.

Haie versuchen zuerst, die anderen zu schlagen - und wenn das nicht gelingt, versuchen sie, sich anderen anzuschliessen. Haie lieben den Nebel. Verwirrung ist eine natürliche Deckung für Haie. Personen, die Verwirrung verursachen, sind selten Gegenstand naeherer Untersuchung, weil jeder damit beschaeftigt ist, herauszufinden, was eigentlich los ist. Haie spüren das und sind Meister des Gerüchts und Meister der Leugnung.

Der Hai muss zu 100% Recht haben. In seiner verzerrten Weltsicht ist er nur bereit, das anzuerkennen, was für oder gegen ihn stroemt; entweder - oder. Mein Tipp: Besucht doch einfach einmal eine Messe. Meist wimmelt es dort von Haien, die darauf bestehen, dass ihr Produkt oder ihre Methode die einzig moegliche und richtige Antwort sei.
Wie gesagt: Karpfen spielen Aussteigen und Nachgeben, Haie spielen Übernahme und Kompromiss. Im Kompromiss koennten sich die beiden treffen - nur kommen sie von verschiedenen Seiten.

Machen wir nun einen Sprung und begeben uns in eine andere Dimension.

 

DER PSEUDOERLEUCHTETE KARPFEN

So witzig dieser Name sein mag, so wenig trifft er meines Erachtens den radikalen Umbruch, den ein Mensch dieser Kategorie für sich gemacht hat. Der pseudoerleuchtete Karpfen (kurz PEK) glaubt an ein Universum des absoluten Überflusses. Daher glaubt er nicht an das Boese und an tatsaechliche Verlierer. Es ist für ihn nur eine Frage der Zeit, bis jedermann gewinnt.

Sein wichtigstes Bedürfnis ist Heilung. Der PEK lebt Liebe ohne Macht! Und weil der PEK Liebe ohne Macht lebt, ist er/sie ohnmaechtig; und Ohnmacht macht zornig. Weil es aber für den PEK wichtig ist, ein Image der Spiritualitaet zu bewahren, drückt der PEK seinen Zorn verdeckt aus. Kennt jemand von euch einen solchen Satz: „Ich glaube, dass es unsere einzige Aufgabe im Leben ist, loszulassen, zu fliessen und zu erkennen, dass wir ein Kanal für eine hoehere Macht sind."

Hat das jemand von den WEGE-Leserinnen und Lesern schon gehoert?…

Der Lieblings-Teich des PEK heisst Kompromiss. Unreflektierte Akzeptanz und damit ein Arrangement mit misslichen Lebensumstaenden sind aus meiner Sicht eine der Hauptfallen des PEK. Ohne es wahrscheinlich selbst zu wissen (weil PEKs gerne über die Einheit von allem reden) ist Gott (das Universum, die Existenz, das Tao, der Ursprung…) für sie im Grunde ein „Maler". Ich verwende diese Analogie, um deutlich zu machen, dass dadurch eine Spaltung der Realitaet entsteht. Es gibt den Maler und das Gemaelde. Für den PEK gibt es das Mysterium und das Selbst. Dies ermoeglicht den Aufbau einer Realitaet, die vom Wahrnehmenden unabhaengig zu sein scheint. Dies ist eine der subtilen Fallen des PEK. Man erschafft ein Mysterium, und dann wird dieses zum Ursprung.

Erlaubt mir noch, den Finger auf eine weitere Wunde des (von mir so geliebten und geachteten) PEK zu legen. Diese Wunde heisst Macht, besser gesagt: Die Nicht-Integration von Macht.

Die PEKs verstehen schwer, dass ihr fehlerhafter Glaube an ein allwissendes, allgütiges Universum, das IMMER für seine Geschoepfe sorgt, letztendlich geradewegs zu der alten Verweigerung des Karpfens zurückführt: naemlich sich vor persoenlicher Verantwortung zu drücken. Und wenn Menschen keine persoenliche Verantwortung tragen wollen, dann ist das Ergebnis immer das gleiche: Es treten schliesslich Enttaeuschung, Schmerz, Verlust ein, und im gleichen Zuge werden Verleugnung und/oder Wut ausgeloest.

Meine langjaehrige Erfahrung mit mir selbst und sehr sehr vielen Freunden aus der PEK-Szene zeigten, wie schmerzhaft es ist, persoenliche Verantwortung und das Nicht-Integrieren von Macht als Aspekt der Liebe zu leugnen. Denn der PEK spricht nur zu gerne aus einer oberflaechlichen Sicht von Verantwortung, ist in der Regel aber nicht bereit, verantwortlich und effektiv zu handeln.

Lynch und Kordis schreiben: „Der Glaube des PEK, dass er „geheilt werden muss", um maechtig zu sein, ist von zentraler Bedeutung für das Sisyphus-Dilemma des PEK, und doch sucht er in seinem tiefsten Inneren, um jeden Preis persoenliche Verantwortung zu meiden. Damit wird eine echte, befreiende Heilung vereitelt.

Der PEK bleibt ohne Macht, um sich und andere Menschen auf die Verwirklichung seiner (utopischen?) Vision hin auszurichten. Somit ist die Position des PEK von Paradoxa zerrissen."

Aus meiner Sicht hat der PEK das Spiel von Identitaeten nicht wirklich durchschaut. Er fragt sich daher als Identitaet: „Wer bin ich?" „Warum bin ich?" „Was ist meine Bestimmung?" „Wohin gehe ich?" „Was soll ich tun?" „Was ist mein Zweck im Leben?" All das sind Fragen, die eine Identitaet fragt. (Identitaeten sind Verfestigungen im Bewusstsein. Im Grunde sind es illusionaere Hüllen, die im Kollektiv unser Ego ausmachen.) Wenn es uns nicht gelingt, die Illusion von Identitaeten aufzuloesen oder zumindest poroes zu machen, haben wir schlechte Karten im Spiel um Geld - und im Spiel des Lebens.

Noch andere Punkte quaelen den PEK. Es sind die Punkte „Entscheidung" und „Ausrichtung". Da für den PEK das Universum Fülle ist, faellt es ihm/ihr enorm schwer, sich bei dieser Fülle für etwas zu entscheiden. Und da sich der PEK nicht entscheiden kann, zerfleddert er sich im Reich der eigenen Talente. Zerrissenheit ist die Folge. Ziellosigkeit das Ergebnis.

Der Schlüssel aus diesem Dilemma heisst: Ausrichtung (Alignment). Sich selbst auszurichten, sein Team auszurichten, ein verbindliches Commitment einzugehen - all das führt in Richtung Delphin. Eine klare Ausrichtung wirklich mit all seinen Zellen zu verstehen, heisst - eine neue Lebensqualitaet zu erfahren.

 

DER DELPHIN

Der Delphin glaubt an den potentiellen Mangel und an den potentiellen Überfluss. Er/sie glaubt, dass wir beides haben koennen.
Das Mantra des Delphins lautet: „Ich entscheide". „Ich waehle".

Wie gesagt, der Delphin glaubt, dass wir beides - Mangel und Überfluss - haben koennen, dass wir waehlen koennen, und dass es an uns liegt zu lernen, das zu multiplizieren, was wir haben. Weiters glaubt der Delphin, dass es moeglich ist, unsere Ressourcen elegant einzusetzen, kreativ zu sein und Mehr mit Weniger zu erreichen.
Besonders der letzte Punkt ist für einen Delphin entscheidend: „Mehr mit Weniger zu erreichen" - denn das ist im Grunde die Definition von Technik. Der Delphin glaubt an Technik, auch an Bewusstseins-Technik! Aber weniger im Sinne des Harten und Klaren und Mechanischen, sondern mehr in diesem forschenden, lustvollen Entdecker-Geist, der Freude daran hat, dort - wo es moeglich ist - Zusammenhaenge zu systematisieren; eher als Moeglichkeit und nicht als Dogma.

 

Hier ein paar (bewusst gewaehlte) Glaubens-Systeme und Standpunkte von Delphinen:

• Der Delphin glaubt an ein spirituelles Bewusstsein, dessen Ordnungsprinzip „Achtsamkeit und Respekt" heisst, anstatt Dominanz.

• Der Delphin waehlt, ob er mit dem Universum als Wirkung oder als Ursache interagieren will.

• Der Delphin weiss, dass er einen Standpunkt waehlen muss, um mitzuspielen. Er steht sozusagen mit einem Bein in einem „Ich bin & Definition"; Beispiel: „Ich bin Therapeutin". Mit dem anderen Bein steht der Delphin im reinen Gewahrsein, im Tao, im Ursprung...

• Der Delphin sucht unermüdlich nach einer immer neuen und der jeweiligen Situation angepassten „Architektur", die funktioniert.

• Der Delphin treibt den Wandel voran, preist Kompetenz und moechte, dass die Dinge funktionieren.

• Der Delphin erkennt, dass das Streben nach Erfolg immer zu einer subtilen Trennung führt; Handlung jetzt - Erfolg spaeter. Daher geniesst der Delphin die Handlung im Hier und Jetzt voll und ganz und weiss, dass der Erfolg kommen wird.

• Der Delphin glaubt, dass man verdient, etwas so zu bekommen, wie man es moechte.

• Der Delphin weiss, wie man Zeit und Raum erweitert.

• Delphine gewinnen unter andererem auch deshalb, weil sie ihr eigenes Verhalten im Griff haben und effizient tun, was getan werden muss.

• Delphine wissen, wie man Forderungen stellt und erholen sich schnell von Rückschlaegen. (Im Streitfall schlagen Delphine hart und adaequat zurück und vergeben sofort.)

• Der Delphin liebt es, zu kooperieren, Synergie-Gewinne zu kreieren und in Netzwerken und strategischen Allianzen zu operieren.

• Die besonere Lust des Delphins besteht darin, mit anderen Delphinen zu spielen; sich mit anderen Delphinen zu verbinden - um ein Spiel zu gewinnen und einen Unterschied zu machen. Insbesondere erwecken Delphine PEKs - zu Delphinen!

• Für den Delphin gehoeren Wohlstand und gute Werke zusammen.

Der vielleicht wesentlichste Unterschied zum PEK besteht darin, dass der Delphin absichtlich und bewusst kreiert. Beispiele: „Ich bin".- „Meine Bestimmung ist." - „Ich gehe dort hin". - „Ich entscheide, was ich tue".

Aus spiritueller Sicht hat sich ein Delphin eingehend mit Identitaeten beschaeftigt und ist bestrebt, die illusionaeren Aspekte der Persoenlichkeit zu verstehen und zu durchschauen. Der Delphin weiss darüber hinaus um ein Hoeheres Selbst in uns. Und er weiss, dass es sich hierbei nicht um ein neues, gigantisches mentales Konzept handelt, sondern um ein Wesen, das still und absichtslos in uns ruht und die Dinge in ihrem wahren Zusammenhang erkennt. Dieses Hoehere Selbst wartet geduldig, bis der Laerm des Egos verstummt und zeigt uns intuitiv den rechten Weg.
Wie gesagt: Der Delphin waehlt, ob er mit dem Universum als Wirkung oder als Ursache interagieren will.

 

Soweit also mein Beitrag zum Thema „Geld". Mir erscheint es zentral, Geld mit neutraler Aufmerksamkeit - also jenseits von Widerstand und Verlangen - betrachten zu koennen. Die Steuerung des Geldflusses wird dadurch leicht und einfach - entbindet uns jedoch nicht davon, wirkungsvoll zum Wohle anderer zu handeln. Wer Nutzen saet, wird Nutzen ernten. Und wann immer wir Nutzen saeen, koennen wir auch Geld ernten.

The spirit of money - is not a system, it's a state of mind

Wollen wir wirklich den Geist des Geldes in unserem Leben ergründen, liegt der für mich eleganteste Weg darin, Geld als einen Spiegel unseres Bewusstseins zu verstehen. Wir nehmen damit die Verantwortung für das Vorhandensein, respektive für die Abwesenheit von Geld auf der ursaechlichen Ebene in unsere Haende.

Lasst mich mit einer alten Sufi-Weisheit enden:

„Das, wovon wir reden,

ist durch Suchen nicht zu finden,

und doch finden es nur Sucher."

Der Geldpunkt deines Lebens liegt nicht da draussen irgendwo, sondern dort, wo du entscheidest: „Das ist es!"

 

 

Wer sein Geldspiel ankurbeln will, koennte mit diesen Fragen beginnen:

1) Was hat die meiste Resonanz für mich? (Der Delphin, der PEK, der Hai, der Karpfen?) Diese vier „Fische" sind als Analogie für deinen „state of mind" gedacht und zeigen etwas über die Art, wie Menschen Leben leben und Geld angeln.

2) Was sind meine hauptsaechlichen Bewusstseins-Fallen? Was tue ich, um meine eigene illusionaere Sicht von Welt zu mindern? Anders gefragt: Was tue ich, damit das funktioniert, von dem ich will, dass es funktioniert. Noch anders gefragt: Wofür bin ich verantwortlich?

3) Was sind meine Faehigkeiten?

4) Was fragen sich die Menschen und wie will ich antworten?

5) Wie kann aus meinen Antworten ein verkaufsfaehiges Produkt werden? Bitte denk daran, dass wir entweder ueber Produkte oder ueber Dienstleistungen, ueber Ideen oder ueber Wissen oder ueber eine Kombination aus diesen vier unser Geld verdienen. Mehr als diese vier Geldfenster gibt es nicht.(!)

6) Mach dir einen Plan. Vor allem einen Finanzplan. Das Thema Finanzen ist viel zu komplex, um es planlos anpacken zu koennen.

7) Denk daran: Loese dich von Verlangen und Widerstand und lenke mit freier und neutraler Aufmerksamkeit den Strom des Geldes.

8) Beachte, dass sich der Geldstrom im Wesentlichen in zwei Teile teilt:
a) Der Ein-Strom; also das, was hereinstroemt.
b) Der Aus-Strom; also das, was hinausgeht.

Der strategisch beste Punkt, die Geldstroeme zu handhaben ist, mit dem Aus-Strom zu beginnen. Zahle als erstes moeglichst alle Rechnungen, tilge offene Verbindlichkeiten, schliesse unerledigte Zyklen. Lenke dann deine Aufmerksamkeit auf neue und lukrative Geldfenster. Es gibt nur vier davon.

 

Ich wuensche dir alles Glueck der Welt!