Wie Kinder
und Jugendliche von den Elementen lernen von
Christian Kirchmair Hurra
- wir leben in der Zivilisation! Niemand von uns muss im Winter frieren,
im Sommer schwitzen, im Regen nass werden, sich vom Sonnenlicht blenden
lassen, nächtens im Dunkeln tappen… Für ein Butterbrot
müssen wir nicht erst monatelang ein Getreide-Feld bestellen und
eine Kuh pflegen, und wer Durst hat, braucht nicht zur Quelle oder zum
Brunnen wandern, sondern bloß den Wasserhahn aufzudrehen. Ein
sicherer Arbeitsplatz, ein gemütliches Zuhause, Heizungen, Klimaanlagen,
Regenschirme, Sonnenbrillen, Licht aus der Steckdose, Gasherd, Auto-Staus
und global vollgestopfte Supermarktregale - das ist unsere zivilisierte
Welt. Jene Welt, in der auch unsere Kinder zu nächsten Generationen
heranwachsen. Viele von ihnen kennen und erleben Natur bestenfalls aus
der Universum-Sendung am Bildschirm und spüren keinerlei Verbindung
mit der Kraft der Elemente. Durchhalten? Lebens-Werte? Dort draußen in der
Natur fängt man an über Vieles nachzudenken, man kommt auf
Dinge, die man noch gar nicht gekannt hatte. Ich habe das Gefühl
von Einsamkeit kennengelernt - ebenso lernte ich, dass Unabhängigkeit
etwas Wunderschönes ist. Ich konnte schreien, lachen, weinen, ohne
dass jemand etwas dagegen sagen konnte! Die letzte Nacht im Wald ist
einfach irre gewesen. Zum ersten Mal bin ich im Dunkeln aufgestanden
- obwohl ich schon immer Angst davor habe - und stellte mich dieser
Angst! Ich schrie wie ein Irrer in die Dunkelheit, und plötzlich
war es ruhig. Ich habe gemerkt, dass ich etwas Besonderes bin. Wenn
ich will, kann ich mich über Vieles hinwegsetzen und muss mir nicht
alles gefallen lassen. Seit diesem Kampf bin ich standhafter geworden,
was mein Leben anbelangt." Das
Elementare Gegen
Ende dieser Zeit völliger Leere fing ich an zu weinen. Ohne Grund.
Ohne Gefühl. Irrational, mir fremd. Es machte mich traurig. Am
Ende der Zeit auf dem Berg fand ich meinen Satz für die Auszeit
und schrieb ihn mit einem Edding auf einen der vielen großen,
fest verwachsenen weißen Steine. Ich hörte den Bussard schreien
und wusste, dass es gut war, denn der Moment und mein Gefühl passten
und so verließ ich den Berg auf einem neuen Weg. Meinem Weg, denn
diesen Weg gab es bisher noch nicht… Das
Suchen Die Ruhe und die Nähe
der Natur haben in mir wieder etwas hervorgerufen, was ich schon längs
vergessen hatte. Ich wünschte ich hätte länger die Natur,
die Tiere und die Gezeiten erleben können. Es hat mir wieder mal
die Bestätigung gegeben, dass der Mensch nicht dafür geschaffen
ist, in Städten zu leben, hinter verschlossenen Türen und
Mauern, umgeben von verpesteter Luft! Nun, wo mich die Stadt wieder
eingeholt hat, komme ich mir wieder vor wie ein Bushman in der Zivilisation.
Ich vermisse diese Ruhe und die Zeit, die einem wie eine Ewigkeit vorkommt.
Ich wünschte die ganze Welt wäre nicht so hektisch, um mal
zu sehn, was das Leben noch zu bieten hat, außer diesen materiellen
Dingen um uns herum. DIE WELT SOLLTE AUF VISIONS SUCHE GEHEN!? Der
Auftrag Ich bin immer so unsicher, was ich mit den
Menschen reden soll. Aber in dieser einen Nacht da draußen hab
ich ganz deutlich gespürt: Ich muss nicht reden, wenn ich nicht
will - und wenn ich bei meinen Gefühlen bleibe und offen bin, kann
ich ganz normal reden! Die
Erfahrung An
der Hand nehmen Christian
Kirchmair Kontakt:
www.christian-kirchmair.at

Mit beiden Beinen auf der Erde

Zivilisiert?
Wir Menschen sind Teil der Natur, sind natürliche Lebewesen (im
Grunde genommen Säugetiere), wie es eine Unzahl von ihnen auf der
Welt gibt. Genauso wie die meisten anderen Lebewesen haben wir Instinkte
und Bedürfnisse, Sinneswahrnehmungen und Gefühle. In unseren
Körpern und Genen ruht viel Weisheit und Wahrheit, zu der wir auch
Zugang finden können… wenn wir uns darauf einlassen.
Doch wir leben in einer Zeit, in der uns kaum Zeit bleibt, die Natur
um uns und damit auch unsere innere Natur wahrzunehmen. Da ist kein
Platz für die Anbindung an unseren natürlichen, oder gar spirituellen
Ursprung. Die Hauptausrichtung in unserem Alltag ist materialistisch.
Im ständigen Wettlauf nach Schneller, Besser, Mehr und Größer
geht es vor allem darum, nach außen hin gut zu wirken, zu funktionieren
und zu produzieren. Sogar unseren menschlichen Alterungsprozess versuchen
wir zu verhindern. Mit AntiAging bemühen wir uns, alles auszubügeln,
zu erneuern, auszupolstern oder wieder herzustellen, nur um dem Sterben
und dem Tod - diesem natürlichen Ziel allen Lebens - nicht ins
Auge blicken zu müssen. Dabei ist doch alles auf der Welt und auch
jeder Mensch in gleichem Maße endlich und sterblich. Nach den
Gesetzen der Natur muss immer wieder Altes sterben, damit Neues geboren
werden kann. Aber wer nimmt heutzutage schon Rücksicht auf die
Gesetze der Natur? Lieber entfernen wir gleich alles, was mit Tod zu
tun hat - selbst jedes Blatt, das im Herbst vom Baum fällt, wird
sofort weggeräumt, jede Spinnwebe entfernt, jede Hecke dreimal
jährlich in Form gestutzt, jedes Unkraut im perfekten englischen
Rasen ausgerissen…
So schneidet uns die viel gepriesene und hart erarbeitete Zivilisation
schleichend aber nachhaltig von unserer Lebendigkeit und Natürlichkeit
ab. Auch Klimawandel, Naturkatastrophen, das Schwinden natürlicher
Ressourcen, die Zerstörung der Umwelt sind nichts Anderes, als
ein Spiegel dessen, was in uns selbst passiert, was wir Menschen uns
selbst antun oder mit uns machen lassen. DAS ist unsere Welt - und die
Welt, in der unsere Kinder aufwachsen und zu kommenden Generationen
heranreifen.
Die Lebensumstände, unter denen die Kids heute aufwachsen sind
geprägt von Großstadthektik mit Dauerbeschallung, Schulstress,
Markenzwang und andere Oberflächlichkeiten. Dazu kommen die durch
die Medien als unverzichtbar deklarierten Dinge wie Fernseher, Handy,
Internet, Computerspiele… Bei so einem lauten und hektischen Leben
ist es nur zu verständlich, dass Kinder und Jugendliche diese Welt
kaum mehr aushalten und sich mit allem Möglichen zudröhnen.
Mit wahrhaft Ohren-betäubender Lautstärke, mit Alkohol, Drogen,
waghalsigen Mutproben, Geschwindigkeitsrausch u.s.w. versuchen sie,
Grenzen (die eigentlich nicht mehr vorhanden sind) auszutesten und zu
überschreiten - was ja für junge, heranwachsende Menschen
zu allen Zeiten wichtig war und ist.
Das Schnelllebige zeigt sich auch in der körperlichen Entwicklung.
Mädchen, die mit 9 oder 10 Jahren menstruieren und bald darauf
voll entwickelte Frauen sind, stellen heutzutage keine Ausnahme mehr
dar. Und Buben laden sich bereits in der Volksschule Pornobilder aufs
Handy und diskutieren mit 12 über ihr „Erstes Mal“.
Das Fatale daran ist, dass dies die Kindheit wesentlich verkürzt
und für die jungen Menschen gar nicht so leicht auszuhalten ist.
Und das zeigt sich auch in ihren Beziehungen, in denen für altersgemäße
Zaghaftigkeit und romantische Annäherungen nicht viel Raum bleibt
- der Drang, gleich zur Sache zu kommen, erscheint unwiderstehlich.
Eine weitere große Hürde ist für die jungen Menschen
in unserem Kulturkreis die (fast) alles erfüllende Wohlstandsgesellschaft
- sie verhindert einen Bezug zum „Elementaren“. Welcher
Jugendliche kann heutzutage noch fühlen, dass er als Mensch Teil
der Natur ist…? Wie sollte er auch, er hat die Natur ja gar nicht
kennengelernt, und seine „elementaren Bedürfnisse“
sind ihm unbekannt.
Eigentlich wäre es Aufgabe der Erwachsenen (der Eltern, Großeltern,
Lehrer…), den Heranwachsenden diese wesentlichen Gesetze des Lebens
als WERT zu vermitteln und vorzuleben. Doch die Erwachsenen gleiten
zusehends selber in eine erwerbssüchtige, hektische und oberflächliche
Lebenshaltung, sie haben das Wahrnehmen verlernt. Ihre Vorbildwirkung
machen sie sich immer seltener bewusst, und nur wenige reflektieren
heutzutage noch über Werte, die sie ihren Kindern weitergeben sollten.
So entsteht mitten im Reichtum und Überfluss eine innerliche Verwahrlosung,
eine Gesellschaft ohne Heimat. Denn ohne den Kontakt zur Natur im Außen
- und damit auch zu seiner inneren Natur - kann der Mensch nur schwer
seinen Pfad finden. Es ist die Aufgabe von uns Erwachsenen und Älteren,
die nachfolgenden Generationen bei ihrer Suche nach ihrem persönlichen
Weg zu unterstützen und zu begleiten. Dazu braucht es die eigene
Auseinandersetzung mit Lebens-Werten. Und dass wir alle Teil der Natur
sind, ist eine ganz wesentliche und Wert-volle Botschaft, die wir unseren
Kindern vermitteln sollten. Wer das Verhalten heutiger Jugendlicher
beobachtet, wird spüren und bemerken, dass sie sich nach dem Fluss
im Leben sehnen, nach Stabilität und Bodenständigkeit, nach
Klarheit und Spiritualität - alles Energien, die in den vier Elementen
enthalten sind.
Harry (17 Jahre)
Um mit dem „Natur-Wesen“, dem Elementaren in uns wieder
in Kontakt zu kommen, brauchen wir uns nur bewusst zu machen, woraus
wir Menschen bestehen. In jedem von uns sind alle Elemente vorhanden
und integriert: Unser Körper besteht größtenteils aus
Wasser, er steht mit beiden Beinen auf der Erde, braucht die Luft zum
Atmen und Leben, und wir alle fühlen die Wärme unseres Lebensfeuers
in uns. Und wenn der menschliche Körper draußen, in freier
Natur ist, dann ist er „zu Hause“. Dann erinnert er sich
an etwas, das wir Menschen seit Jahrhunderten, Jahrtausenden in unseren
Genen tragen. Es sind ganz alte Instinkte auf unserer „Festplatte“,
die uns daran erinnern, dass Mensch und Natur eins sind - das war immer
so und wird auch immer so bleiben.
In der Natur vollzieht sich das Leben vollkommen ehrlich, ohne Wenn
und Aber, ganz klar und für jedermann sichtbar. Jeder Grashalm,
jedes Blatt, jeder Wassertropfen, jedes Sandkorn, jeder Käfer…,
alles hat hier gleichen Wert und Berechtigung. Jeder Baum, jeder Stein
und jedes Lebewesen ist anders, hat seine besonderen Aufgaben und Qualitäten,
ist blühend oder welk, jung oder alt, lebendig oder tot. In der
Natur hinterfragt das niemand.
Dort draußen, wo die Elemente zu Hause sind, finden wir das Leben
pur - und viel heilendes Potenzial, das wir uns wieder zugänglich
machen sollten.
Wow, das war echt eine interessante Erfahrung...
Ich wollte auf diesen Berg hinauf. Ich war getrieben von unbestimmbarem
Hass und Wut und stürmte so schnell hinauf, dass ich oben angekommen
etwas perplex um mich sah. Auf dem Berg war Ruhe. Unendliche Ruhe sondergleichen.
Ich atmete schwer und war fix und fertig. Ich blieb zwei Stunden sitzen
und schaute in die Berge. Ich mag die Berge nicht, wenn ich im Tal bin!
Aber oben war meine Aussicht so weit. Der Himmel war klar, und ich konnte
mich sattsehen. Ich war am Ende eines Weges, ob ich wollte oder nicht.
Der Berg war hier zu Ende. So saß ich da und spürte plötzlich
wieder die Wut und den Hass - und irgendwann war es mir zu viel und
ich ließ beides fallen. Und dann war da nichts mehr und ich sah
nur noch das Land.
Sebastian (20)
Seit Jahren begleite ich junge Menschen bei Ihrem Schwellengang vom
Jugendlichen zum Erwachsenen, bei ihrer Sinnsuche, bei der Suche nach
dem Elementaren und ihrer persönlichen Ausrichtung und Bestimmung.
Diese Initiationen finden in der Natur statt. Dort sind sie den Elementen
ausgesetzt, und mit Hilfe der Natur bekommt jeder und jede auch den
individuellen Spiegel fürs eigene Leben vorgehalten.
Ich bin immer wieder aufs Neue berührt, diese rundum glücklichen
und zufriedenen jungen Menschen zu erleben, wenn sie z.B. mit dem Wasser
in Kontakt kommen, das so sehr ihre kindliche Unbefangenheit anspricht.
Oder wie schwer es ihnen manchmal fällt, der Stabilität der
Erde zu vertrauen, obwohl sie sich so sehr nach Vertrauen und Getragenwerden
sehnen. Wie herausfordernd ist das Luftholen, obwohl ohne Atmen kein
Leben möglich wäre. Wie stark das Lebensfeuer in ihnen brennt,
und wie sehr sich jeder danach sehnt, dass es innerlich scheint und
wärmt. Stille erfahren und sie auch aushalten lernen - Stehenbleiben
und das Rauschen des Baches oder die gewaltige Kraft des Windes wahrnehmen
- die Trockenheit, Feuchtigkeit oder Substanz der Erde fühlen und
darin wühlen - ein Feuer machen und damit auch behutsam und sorgsam
umgehen… Welche Jugendlichen kommen heute noch mit diesen elementaren
Grundenergien in Kontakt? Viele von ihnen begegnen ihnen vorerst eher
mit Unsicherheit und Ängsten. Kein Wunder, denn wenn in den Medien
über Elementares berichtet wird, dann meist im Zusammenhang mit
Unwettern, Katastrophen und Tod. Der Bezug zu den stärkenden Eigenschaften
der Elemente fehlt, und nur wenige junge Menschen haben bislang gelernt,
mit diesen Energien umzugehen. Zum Anderen fehlt ihnen auch die gesellschaftliche
Erlaubnis, ihre „wahre Natur“ leben zu dürfen.
Nadine (23)
In der Vorbereitungsphase zur Visionssuche schicke ich die jungen Menschen
mit Aufgaben hinaus in die Natur. Eine davon lautet: „Gehe allein
in die Natur, und sei das unschuldige Kind, das du bist, lass dich spielen,
sei körperlich, freue dich, finde dein uneingeschränktes Vergnügen
in der Welt.“ Was dann passiert, ist das Erwachen purer Lebendigkeit
und Lebensfreude. Mit welch einem Strahlen in den Augen, mit welch unbeschwerter
Leichtigkeit kommen die Jugendlichen nach ein paar Stunden in der Natur
zurück! Ich erinnere mich immer wieder gerne an diese wahrhaft
eindrucksvollen Naturerfahrungen - z.B. an jene junge Frau, die trotz
kaltem Wetter im Bikini über die Wiese Purzelbäume schlug,
so voller Lebendigkeit, alles um sich herum vergessend, nur noch pure
Freude. Und als sie zurück kam, hatte sie sozusagen aus dem Nichts
wichtige Fragen in ihrem Leben beantwortet und einen Weg gefunden, wie
es in ihrem Leben weitergehen soll.
Ein anderer Auftrag lautet, sich mit den Elementen zu unterhalten: „Schmecke
das Wasser, berühre die Erde, horch dem Wind zu, fühle das
Feuer in dir… Vielleicht gibt es etwas was die Elemente dir mitteilen
wollen?“ Diese Aufgabe finden die TeilnehmerInnen anfangs oft
„doof“ oder seltsam und beginnen unsicher zu kichern und
zu blödeln. Doch dann kommen sie zurück und erzählen
in der Runde die wunderbarsten Geschichten darüber, was sie im
Gurgeln des Baches, in der Rinde eines Baumes, im Rauschen des Windes
oder im Flug eines Vogels entdeckt, geschmeckt, gehört, gespürt,
gesehen, erfahren haben.
…Da waren Schwammerlsucher unterwegs.
Ich hörte einen sagen: „Da ist ja noch wer!“ Und wie
ein Blitz durchfuhr es mich: JA, ICH BIN WER! Ich musste diesen wunderbaren
Satz in den Waldboden schreiben: „Ich bin wer!“
Karin (17)
Bernhard (16)
Wenn (nicht nur) junge Menschen eine Zeit lang alleine an einem Wasser
verbringen, kommen sie rasch in Kontakt mit ihrem Kindsein. Plantschen,
Spritzen, Steine ins Wasser werfen oder übers Wasser platteln lassen
usw. bringt jeden ganz rasch in die unmittelbare Körperlichkeit
und macht den Kopf frei. Es erinnert an die Kindheit, in der alles viel
freier und unkomplizierter wahrgenommen wurde. Da musste man noch nicht
so viel nachdenken, was zu tun ist, da folgte man einfach der Intuition.
Dieser Mut und diese Freiheit sind lebensbejahend, das ist LEBEN.
Die Rinde des Baumes wiederum hat viel mit Geborgenheit, einer Schutzschicht,
einer Hülle zu tun. Und jeder Baum verbindet Erde und Himmel. Im
Kontakt mit einem Baum erinnern sich manche an den Schutzmantel, mit
dem sie ihr wahres Innenleben für alle anderen unsichtbar machen.
Vielleicht lautet die Aufgabe, diesen Mantel einmal auszuziehen und
sich so zu zeigen, wie man in Wirklichkeit ist - seine „wahre
Natur“ zu zeigen…? Der majestätische Flug eines Vogels
kann einen mit der eigenen Größe, dem eigenen Potenzial verbinden
- oder man gewinnt plötzlich Überblick auf sein Leben und
mehr Klarheit. Ein wärmendes Feuer zu entfachen, zu nähren
und gleichzeitig zu überwachen lehrt junge Menschen auch, Verantwortung
zu übernehmen - für ihre Mitmenschen und für die Umwelt.
Und welch wichtige Lernerfahrungen schenkte schon der Wind, wenn er
nicht sorgsam aufgebaute Planen oder Zelte in alle Himmelsrichtungen
verweht hat…!
All diese Erfahrungen sind nicht Teil eines Spiels - sie können
jedermensch dabei unterstützen, das Elementare an der Natur zu
verstehen und das Leben auf dieser Erde in seiner ganzen Fülle
und Schönheit anzunehmen.
Kinder und Jugendliche brauchen von uns Erwachsenen die Erlaubnis und
die Unterstützung, ihre „menschliche Natur“ auch wirklich
leben zu dürfen. Dazu gehört auch die Erlaubnis zum emotionalen
Ausdruck, dass Angst, Zorn, Schmerz, Trauer oder Aggression spontan
und offen ausgedrückt werden dürfen. Sie haben auch ein Recht
dazu, Neues auszuprobieren, Grenzen zu erfahren, sich auszuleben und
gleichzeitig Ordnung und Halt zu bekommen. Und sie brauchen unsere liebevolle
Unterstützung beim Umgang mit den großen Herausforderungen
des Lebens - wie z.B. Beziehung, Sexualität und Elternschaft, Körperlichkeit,
Berufung, Geld oder Tod.
Um den Schritt vom Kind zum Erwachsenen tun zu können, braucht
es Lehrer und Vorbilder. Erfahrene Menschen, die bereits durch diese
Lebensphasen gegangen sind und diese auch reflektiert haben und bereit
sind, ihr Wissen mit den jungen Menschen zu teilen. Dieses Wissen ist
notwendig, um die nachfolgende Generation dabei zu unterstützen,
ihre ganz individuellen besonderen Fähigkeiten und Talente zu erkennen,
ihre persönliche Landkarte des Lebens zu entwerfen und ihren eigenen
Weg zu finden - als „elementare Wesen der Natur“.
Infos
geb. 1956 in Wien, Vater von 3 (mittlerweile erwachsenen) Töchtern,
war 20 Jahre selbstständiger Tischlermeister im eigenen Betrieb,
bevor er 1999 im Zuge einer Neuausrichtung sein Unternehmen verkaufte.
Es folgten ausgedehnte Reisen durch Indien, Nepal und Afrika, sowie
diverse Ausbildungen in Europa und USA. Heute arbeitet er im Hospizwesen,
leitet Visions-Suchen, Rituale und verschiedene Seminare für Jugendliche
und Erwachsene. 2006 gründete er mit seiner Partnerin den Verein
people-together, welcher Hilfeleistungen in verschiedenen Ländern
durchführt.